Mit dem Swiss CO₂-Calculator Film & Media wird der CO₂-Ausstoss ermittelt, der direkt oder indirekt durch eine Dienstleistung oder bei der Herstellung eines audiovisuellen Werks entsteht. Daraus lassen sich konkrete Massnahmen zur Reduktion des CO₂-Fussabdrucks ableiten.
CO₂-Rechner für Schweizer Filmproduktionen
Der Swiss CO₂-Calculator Film & Medien steht grundsätzlich allen interessierten Personen zur Verfügung. Wer in den Rechner reinschnuppern möchte, kann sich für eine befristet gültige Demo-Version registrieren. Filmproduktionen können sich für eine unbefristete Nutzung registrieren, um den CO₂-Fussabdruck ihrer Projekte zu erfassen und Bilanzen zu erstellen.
Diese Webseite und auch die Förderinstitutionen stellen das Werkzeug zur Verfügung, können jedoch keine Fachauskunft geben.
Hintergrund: Im Rahmen eines im Jahr 2019 initiierten Pilotprojekts hat das Schweizer Radio und Fernsehen SRF in Zusammenarbeit mit der Stiftung myclimate einen CO₂-Rechner für Film- und TV-Produktionen für die Bilanzierung des Schweizer Tatorts entwickelt.
Das erklärte Ziel dieser Bemühungen ist es, nach dem CO₂-Fussabdruck der Filmbranche auch möglichst bald jenen der gesamten Schweizer Kulturbranche einheitlich erfassen zu können.
Internationale CO₂-Rechner
Deutschland
Mit dem umfassenden CO₂-Rechner für Film- und TV-Produktionen der MFG Baden-Württemberg lässt sich der CO₂-Fussabdruck einer Produktion mit wenigen Schritten berechnen. Ein Beispiel mit Testdaten vermittelt einen ersten Eindruck über die Aktivitäten, die Sie im CO₂-Rechner erfassen können. Der Rechner mit den Testdaten ist kostenlos und frei nutzbar, verfügt aber nicht über alle Funktionen. Nachdem Sie sich ein (kostenloses) Login angelegt haben, können Sie die vollen Funktionalitäten des Rechners nutzen.
Österreich
Mit dem CO₂-Rechner der Lower Austrian Film Commission (LAFC) lässt sich der ökologische Fussabdruck jedes einzelnen Departments einer Film- und TV-Produktion basierend auf österreichspezifischen Faktoren berechnen. Die Entwicklung des CO₂-Rechners geht auf die baden-württembergischen MFG Medien- und Filmgesellschaft zurück, der Rechner wurde anschliessend für die LAFC adaptiert. Ein frei zugängliches Beispiel mit Testdaten gibt Aufschluss über die Aktivitäten, die sich im Rechner erfassen lassen. Der volle Funktionsumfang des CO₂-Rechners kommt zum Tragen, nachdem Sie ein (kostenloses) Login erstellt haben.
Frankreich
EcoProd ist eine gemeinsame Initiative öffentlicher und privater Organisationen, wie der Ile-de-France Film Commission. Der von EcoProd entwickelte französische CO₂-Rechner Carbon’Clap ist speziell auf audio-visuelle Produktionen ausgerichtet. Der Rechner soll schnell und einfach zu bedienen sein und stützt sich deshalb teilweise auf Schätzungen. Nach Erstellung eines Logins ist Carbon’Clap kostenlos nutzbar.
Grossbritannien
Der britische CO₂-Rechner albert wurde 2010 von der British Broadcasting Corporation (BBC) entwickelt und anschliessend bei einem Grossteil der BBC-Produktionen eingesetzt. Ab 2011 wurde der Rechner vom neu gegründeten albert Consortium übernommen, einer Gruppe aus Fernsehanstalten und unabhängigen Produktionsfirmen unter der Leitung der British Academy of Film and Television (BAFTA). Das albert consortium möchte mit seinem Rechner dazu beitragen, den CO₂-Ausstoss bereits während der Produktion zu reduzieren und auf die Umweltauswirkungen der Film- und Fernsehproduktion aufmerksam zu machen.
In den albert Production Tools wird die Verwendung des CO₂-Rechners in zahlreichen Fallstudien und Erklärvideos detailliert aufgezeigt. Ausserdem bietet das albert Consortium einen Quick Start Guide für den Rechner.
Europäische Union
Eureca (European Environmental Calculator) ist ein benutzerfreundlicher länderübergreifender Umweltrechner, mit dem sich die Umweltauswirkungen von Filmproduktionen erfassen lassen. Gegen eine kleine Gebühr kann der Rechner auf alle Arten von audiovisuellen Produktionen in ganz Europa angewendet werden und hilft dabei, Produktionsprozesse nachhaltiger zu gestalten.
Eureca ist ein Pilotprojekt, hervorgegangen aus dem europäischen Interreg-Projekt Green Screen, welches vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert wird.


